Die Maschenprobe

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Ich persönlich mache keinen Hehl daraus, dass ich es hasse meine Zeit am Anfang des Strickens damit zu verschwenden eine Maschenprobe zu berechnen und deshalb schreibe ich meine Anleitungen in der Regel so, dass du auch keine benötigts. Aber hin und wieder möchte auch ich einen Pullover nach einer Anleitung stricken und so komme ich meist nicht drum herum, eine Maschenprobe zu fertigen.

Funfact zu mir: Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Blogposts habe ich meine erste Maschenprobe seit 5 Jahren (!) gestrickt. Und das auch nur für das Foto. 🙂 Dann aber Blut geleckt und einen Pullover angeschlagen (soviel also zu #killtheufo…)

Was ist eine Maschenprobe?

Eine Maschenprobe wird in der Regel mit 10×10 cm hergestellt. Mit diesem „Probelappen“ kannst du nun die gewünschte Größe, in der Anleitung deiner Wahl, bestimmen. Du kannst aber auch die Maschen umrechnen, sodass du ggf. eine andere Größe laut Anleitung stricken musst, um dein bevorzugtes Garn verwenden zu können.

Aber es geht noch viel mehr. So kannst du den Garnverbrauch oder die benötigte Lauflänge, für gezieltes Einkaufen, berechnen.

TIPP: Hier gehts zum klassischen Maschenprobenrechner, wenn du nicht selbst rechnen möchtest.

Wie fertige ich eine Maschenprobe an?

Du kennst sicher auch die Angaben der Maschenprobe auf den Banderolen der Garne. Dies ist die vom Hersteller ermittelte optimale Maschenprobe für das Garn. Du arbeitest hier nach den Angaben der Banderole. Dies bedeutet, du arbeitest mit der angegebenen Nadelstärke und schlägst die angegebenen Maschen an. Danach strickst du in glatt rechts die angegebenen Reihen hoch, kettest ab und misst deinen „Probelappen“.

Anhand der Banderole der Scheepjes Catona fertige ich euch schnell eine Maschenprobe an:

  • 26 Maschen mit NS 3,5 anschlagen (ich stricke sehr fest, daher verwende ich die am höchsten angegebene Nadelstärke)
Maschenprobe

Es gibt aber auch noch eine zweite Methode, wie du auf die 10x10cm kommen kannst:

Du schlägst einfach Maschen an und strickst Reihen, über 10cm hinaus. Deine persönliche Maschenanzahl und Reihenzahl findest du dann mittels Messen heraus.
Wichtig hierbei: Ausmessen erst nachdem du die Maschenprobe gewaschen hast und diese flach trocken lassen hast (nicht spannen).
Problem hierbei: Du musst jetzt die Maschenprobe umrechnen, damit du die richtige größe findest.

Wofür brauche ich sie?

Nun habe ich erklärt, was eine Maschenprobe ist und wie man sie anfertigt. Aber wofür brauchen wir sie?

Jeder von uns hat seine eigene individuelle Art zu stricken. Natürlich soll der Pullover (als Beispiel) passen. Oft neigen wir dazu, der Anleitung die Schuld zu geben, sollte es nicht so sein. ABER: wenn wir am Anfang unserer Handarbeit eine Maschenprobe machen, so ist es sehr unwarscheinleich, dass dies passiert und wir können uns danach an unserem Kleidungsstück erfreuen.

Maschenprobe berechnen:

Die Maschenprobe kannst du in der Regel mit einem einfachen Dreisatz berechnen.

Beispiel:
Ihre Maschenprobe lautet: 26 Maschen = 10 cm
Du möchtest eine Breite von 20 cm stricken/häkeln.

So wird gerechnet:
26 Maschen : 10 cm = 2,6
Dies bedeutet 2,6 Maschen = 1 cm

2,6 Maschen x 20 cm = 52 Maschen.

Für eine Breite von 20 cm müssen also 52 Maschen angeschlagen werden.

WICHTIG: Randmaschen sind nicht in der Maschenprobe enthalten! Diese Rechnung bezieht sich auf glatt rechts ohne Muster gestrickte bzw. ohne Muster gehäkelte Werke.

Dieser Artikel ist Teil meines Handarbeitsglossars. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar, zu welchen Themen du noch Hilfestellung benötigst.

Viel Spaß beim Stricken wünscht dir

Christina
von Marie and Me

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