SchaberSchnack #3 – Wir über uns

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Heute also einen SchaberSchnack der besonderen Art. SchaberSchnack – behind the scenes. Ein „Wir über uns“ so zu sagen. Wir geben einen kleinen privaten Einblick. Wie fanden wir uns, wie ticken wir, was für Suchtmaterialien mögen wir…

Eine SchaberSchnack-Übersicht gibt es übrigens hier.

Wir über uns – zwei „Woll“süchtige im Interview

Tanja: Im Interview, Christina, von Marie and Me, und meine Wenigkeit, Tanja, die kreative Ruhrpottzicke. Worauf wir uns hier einlassen? Ich habe keine Ahnung. Wir kreieren, wir improvisieren und legen einfach los.

Christina: Dann leg ich mal nach. Bei uns ist es ja hinter den Kulissen immer chaotisch. Magst Du erzählen, wie Du zu mir/uns gefunden hast?

Tanja: Weißt Du das nicht mehr? Ach so, wegen unserer Leser fragst Du. Mal nachdenken, das ist alles schon so lange her. Ich weiß noch, dass es mit einem Poncho begann, den ich gehäkelt habe, nach einer Anleitung von Marie and Me. Scheherazade war es, jetzt erinnere ich mich. Ich war damals blutige Anfängerin an der Nadel und hab mich gleich als zweites Projekt auf den Poncho gestürzt. Du warst sehr geduldig mit mir und meinen tausend Fragen, aber ich habe ihn fertig bekommen. Das müsste 2015 gewesen.

Christina: Nun ja. Ich weiß es schon noch. War ein Test.
Bestanden!

Zum Thema… verplant und immer unterwegs:

Tanja: Das war ein Test??? Ich dachte, dass der Poncho, den ich danach gehäkelt habe, ein Test war. Aber wo wir beim Testen sind, Du entwirfst und verlierst ja gerne Deine Tücher. Wie war das noch gleich, mit dem „Verlorenen Tuch“?

Christina: Ohweia… ja, also. Man sollte meine Reiseroute kennen. Ich versorge sehr gerne Hotels mit Ladekabeln, Socken oder auch meinen Handarbeiten. Das ist nur ein wenig unpraktisch, wenn man einen CAL veranstalten möchte. Muss ich die peinliche Pointe auch erzählen?

Tanja: Ich bitte darum. *Böse grinst*

Christina: Ich habe es während des CAL´s im Keller wiedergefunden.

Tanja: Das war ein Spaß, zumindest für mich *lach*

Christina: Tja… erwischt. Wie hältst Du das eigentlich mit mir aus?

Tanja: Das frag ich mich jeden Tag auch.
Ich glaube, wir ergänzen uns in unserem chaotischen Dasein einfach perfekt. Ich bin ja nicht umsonst Dein Nervkeks. Bei dem Thema „jeden Tag“. Was ist morgens eigentlich Dein erster Gedanke, wenn Du aufwachst?

Christina: Kaffee… viel Kaffee. Ich brauch erstmal meine Tasse, am Liebsten aus meiner „Doctor Who“-Tasse*. Und bei Dir? Nervkeksen kannst Du übrigens sehr gut, aber das ist ja nicht schlecht.

Handarbeitsnerds unter sich:

Tanja: Mein erster Gedanke? Wer bin ich? Wo bin ich? Und warum ist es noch dunkel? Wenn ich das geklärt habe, muss erstmal Kaffee her.
Und Nervkeksen muss ich ja. Schließlich muss ich Dir ja oft genug in den virtuellen Mors treten. Du hast das ja nicht anders gewollt. Da fällt mir ein, wie viele Ufos sind es aktuell? Wir haben schließlich „Kill the Ufo“!

Tamy mag übrigens die Scheibenwelt-Romane* von Terry Pratchett sehr gerne. Weshalb wir manchmal etwas Nerdig unterwegs sind.

Christina: Ähm… 1 weniger. Eine Dame schweigt über Ihre UFOs.

Tanja: Wenn ich jetzt böse wäre … wobei, ich bin ja böse, eine Dame? Also raus mit der Sprache.

Ich spinne nicht nur laut, nein ich spinne jetzt auch leise.

Christina Lemberger mit Ihrer ersten Handspindel*

Christina: (Nach meinem Zitat über das Handspinnen gerade, wohl eher unglaubwürdig, daher mit Nachdruck nochmals.) Ja, eine Dame! Ich weiß es nicht. Ehrlich. 1 Paar Toe-Up Socken, 1 Pulli, das Mandala Madness und diverse Anleitungen. Belassen wir es lieber dabei… Wie viele sind es denn bei Dir?

Tanja: Ähm, ich muss glaub langsam los. Ufos… Also, da wäre ein Pullover für meine bessere Hälfte, Den stricke ich seit gefühlten zehn Jahren, aber es sind nur knapp an die zwei Jahre. Es fehlen noch die Ärmel. Dann ist da ein Teppichluder, was mich immer vorwurfsvoll anschaut, weil es gern fertig werden möchte. Im Schrank liegt noch der Winter-Kal. Das ist Fleißarbeit und fleißig bin ich zurzeit nicht wirklich. Es warten auch noch ein paar Fair Isle Handschuhe auf mich. Mehr Ufos sind es nicht. Ich habe gar kein Socken Ufo. Das geht gar nicht! Das werde ich gleich ändern!

Wir planen immer lustige Aktionen

Christina: Moment! So war das nicht gedacht! Als Therapie-Admine der Facebook-gruppe musst Du doch ein Vorbild sein. Oder willst Du Deine „Kunden“ verlieren?

Tanja: Ich bin das Vorbild in Person! Ich bin chaotisch, horte Wolle wie einen Schatz, kauf ständig neue Wolle, weil sie „Mama“ sagt und unterschlage bei den Ufos eine Strickjacke. Also mehr Vorbild geht nun wirklich nicht! Und ich habe keine „Kunden“, ich habe Mitsüchtige.

Christina: Ohje… wir sind verloren. Du bist quasi ein Klon von mir. Ich habe übrigens ein Kleid vergessen. Aber da alle UFOs zu Gratisanleitungen werden, wohl nicht schlecht für unsere Leser.

Tanja: Wie ich schon schrieb, wir ergänzen uns prima. Hast Du eigentlich den Schritt jemals bereut, dass wir die FB-Gruppe zusammen auf die Beine gestellt haben?

Christina: NEIN! (mit Absicht großgeschrieben) Absolut nicht!
Wir ergänzen uns perfekt und ich mag die Dynamik sehr! Findest Du es nicht manchmal sehr anstrengend mit mir? Und wir sind uns ja erstaunlich oft einig. (Wie bei unseren Mods) Was mich ehrlich gesagt wundert.

Wir über uns
Von Links nach rechts: Selina, Bianca, Ich, Sven

Wollsüchtige und Wolldealer unter sich:

Tanja: Nur manchmal? *Lach* Nein, nicht wirklich, da ich gern mit Dir zusammen „arbeite“. Das einzige, was mich nur stört, ist, dass wir so weit auseinander wohnen und ich Deine Wickelstube nicht im Chaos versinken lassen kann, weil ich irgendwelche Ideen habe. Wie bist Du eigentlich auf die Idee gekommen zu wickeln?

Christina: Ich brauchte eine Ergänzung zu den Anleitungen. Anfangs war ich Händlerin für diverse Wickler, aber durch Zufall entstand Kontakt zu meinem Lieferanten und so kam eines zum Anderen.
Aber die Welt besteht nicht nur aus Bobbeln. Ich habe ja auch viel anderes Suchtmaterial. Ich passe mich da stetig dem Markt an.
Und…ich bin ja nicht der einzige Suchti, oder? Magst Du uns Dein Wollzimmer zeigen?

Tanja: Ich? Süchtig? Niemals! Mein kleines, feines Wollzimmer, ja, das verdanke ich meiner besseren Hälfte. Es ist schön, wenn der Partner die Verrücktheiten unterstützt und nicht dagegen wettert. Nachdem es fertig renoviert und eingeräumt war, war er dann doch sehr erstaunt, woher ich alles Wolle geholt habe. Man sah ihm förmlich an, dass er sich fragte, wann ich das alles gekauft habe.
Wie geht Deine bessere Hälfte damit um?

Tamys Wollzimmer
Tanjas Wollzimmer

Christina: Da meine Werkstatt 23km entfernt von unserer Wohnung ist, hat er keine Ahnung, wieviel Wolle ich tatsächlich privat besitze. Also sieht er das sehr locker.

Tanja: Wir sind doch wahre Glückspilze.

Sind wir Handarbeitssüchtig?

Christina: Ja, das stimmt!
Wieviel Zeit verbringst Du eigentlich mit Handarbeiten?

Tanja: Eine sehr gute Frage. Ich versuche, so oft es geht, an der Nadel zu hängen. Im Augenblick muss ich mich ranhalten, da ich einige Geschenke für Weihnachten werkeln möchte und, wie jedes Jahr, habe ich es geschafft, zu spät anzufangen.

Wenn die Arbeit des Tages erledigt ist und ich auf dem Sofa angekommen bin, habe ich auch schon die Nadeln in der Hand. Filme, Serien und vieles mehr wird dann meist zum Hörbuch. Selbst zu Familienfeiern und Weihnachten habe ich Handarbeitssachen dabei, außer zur Hochzeit meiner Schwester, da habe ich keines dabeigehabt.

Handarbeit und Familie

Tanja: Wie schaffst Du es, alles unter einen Hut zu bringen? Familie, Beruf und Hobby?

Christina: Naja, Marie and Me kann ich ja zum Glück nach Bedarf hoch- und runterfahren.
Das Hobby kommt leider seit einem Jahr viel zu kurz, aber der Blog motiviert mich wieder. Und der Hauptjob macht zum Glück auch Spaß und ich habe tolle Kollegen!
Das mit den Familienfeiern kenne ich. Ich nehme auch immer etwas mit. Nur beim Autofahren kann ich nicht werkeln. Kannst du unterm Autofahren stricken?

Tanja: Und wie ich das kann. Also wenn die bessere Hälfte fährt, klappt das wunderbar. Dann wird auf der A1 fleißig gestrickt, mit und ohne Stau.
Beim Thema Familie fällt mir was ein, zeigt eigentlich Marie schon Interesse an Handarbeiten?

Christina: Ja, sie kann schon Strickliesln. Und sie will Häkeln lernen. Dein Sohn hat da wohl weniger Interesse, oder?

Tanja: *Lach* Definitiv kein Interesse, außer an einem gehäkelten Kaktus und einem Teppichluder, das aber ich häkeln darf. In der Schule hatte er mal Weben. Den Webrahmen habe ich heute noch, der ist wie neu. Einen Tag vorher sagte er mir, dass das Webstück am nächsten Tag fertig sein müsste. Dreimal darfst Du raten, wer es dann in Nachtarbeit fertig gemacht hat…

Christina: Ein Kaktus

Tanja: Ja, ein Kaktus …

Christina: Ok, das hinterfrage ich nun nicht. Aber die Teppichluder kommen hier auch gut an. Eigentlich alle Amigurumis und Schals und Mützen und Socken. Ich glaube, ich erziehe einen Wollhorter.

Tanja: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. *Lach.*
Mal was anderes, eine meiner Lieblingsfragen in den Interviews ist ja: Was würdest Du tun, wenn Du nachts in einer Wollfabrik eingeschlossen wärst und am nächsten Tag niemand wüsste, dass Du da gewesen bist?

Wir in einer Wollfabrik? Besser nicht 😉

Christina: Oh, ich würde alles, wirklich ALLES, anstricken. Da könnte ich mich nicht beherrschen. Ich muss ja wissen, wie sich die Wollsorten verarbeiten lassen.
Aber die Frage ist gut… was würdest Du machen?

Tanja: Ja, die Frage ist wirklich gut und obwohl ich die nun schon öfter gestellt habe, habe ich mir noch nie selbst Gedanken darüber gemacht. Was würde ich tun? Ich denke, dass es mich in die Abteilung Handgefärbt verschlagen würde. Dort würde ich die Färbungen anhäkeln oder anstricken, denn ich finde es immer wieder spannend, wie sich solche Färbungen im Gestrickten entwickeln. Natürlich hätte ich auch ein paar große Taschen von einem schwedischen Möbelhaus dabei und alles, was mir gefällt, nehme ich mit, denn am nächsten Tag weiß ja niemand, dass ich da war und alles, was ich mitgenommen habe, wurde wieder aufgefüllt werden.

Damit sind wir auch schon am Ende unseres ungewöhnlichen Interviews, aber eine abschließende Frage haben wir noch: Wenn unser Leben ein Buch wäre, welchen Titel hätte es?

Vier Hände für ein Marie(n) Käferchen

Das Ende? Hoffentlich noch lange nicht!

In diesem Sinne verabschieden wir uns hier von Euch und hoffen, Euch hat dieses Interview „Wir über uns“ der anderen Art mit kleinem Blick hinter die Kulissen gefallen.

Eure Kreative Ruhrpottzicke

Tanja

Tamy live und in Farbe
Tamy life und in Farbe

P.S: unsere Facebook-Gruppe, die vielleicht ein- oder zweimal erwähnt wurde, findet ihr hier: https://www.facebook.com/groups/marieandme

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